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Ferienjobs - Tipps für Schüler und Eltern

Der klassische Weg, um sich als Schüler mal einen lang gehegten Wunsch erfüllen zu können, ist ein Ferienjob. Mal abgesehen davon, dass man auch erst mal einen Ferienjob finden muss: Bei der ganzen Sache gibts einiges zu beachten. Das fängt an beim Gesetz, über die Gesundheit bis hin zur Steuer. Hier ist die Checkliste - nicht nur für Schüler.

 

Das Gesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt genau fest, welche Jobs erlaubt sind und welche nicht. Bis 13 Jahre darf man überhaupt nicht nebenbei arbeiten.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Broschüre zum Jugend- und Kinderarbeitsschutzgesetz veröffentlicht. Die Broschüre könnt ihr als pdf herunterladen.

 

Ab 13 Jahren

Hier darf man nur leichte Aushilfstätigkeiten wie Babysitten oder Prospekte austragen übernehmen. Das Ganze höchstens zwei Stunden am Tag nach der Schule und vor 18 Uhr. Und nur an fünf Tagen die Woche. Das gilt auch für die Ferien.

 

Ab 15 Jahre

Darf man bis zu vier Wochen am Stück arbeiten oder 20 Einzeltage im Jahr. Acht Stunden am Tag sind erlaubt, wenn die Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr liegt. Wer also in den Sommerferien vier Wochen am Stück jobbt, der hat sein Kontingent aufgebraucht.

 

Mit 16 Jahren

Darf man schon im Mehrschichtsystem arbeiten. Die Arbeitszeit muss zwischen 5 und 21 Uhr liegen. In der Gastronomie bis 22 Uhr. In der Landwirtschaft darf man während der Ernte bis zu 9 Stunden täglich arbeiten.

 

Diese Jobs sind tabu

Generell dürfen Schüler keine Jobs mit starker Hitze, Nässe oder Kälte ausüben. Akkord- und Nachtarbeit sind ebenso tabu. Außerdem sollte man folgende gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen meiden: Lärm, Strahlung, Erschütterungen und alles was mit giftigen und ätzenden Stoffen zu tun hat.

 

Weitere Tabu-Jobs:

  • Arbeiten mit Gefahrstoffen
  • Arbeiten in engen Räumen
  • Keine Schweiß-, Schneid- und Feuerarbeiten
  • Keine Arbeiten in Kühl- und Lagerräumen, z. B. im Schlachthaus oder Brauerei
  • Keine Arbeiten in medizinischen Einrichtungen mit erhöhter Infektionsgefahr
  • Keine Arbeiten, bei denen man schwere Gewichte heben und tragen muss: Jungen nicht mehr als 20 kg, Mädchen nicht mehr als 10 kg

 

Grundsätzlich...

... haben Ferienjobber die gleichen Rechte wie "normale" Arbeitnehmer. Man sollte darauf achten, dass man auch für solche Jobs einen Arbeitsvertrag unterschreibt. Dann hat man laut Experten auch Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Thema Arbeitsunfall: Da alle Firmen versichert sein müssen, stehen sie auch für Arbeitsunfälle ihrer Angestellten ein. Das gilt auch für Schüler, die einen Ferienjob ausüben.

Natürlich gibts auch Ausnahmen: Wer beim Nachbarn im Garten arbeitet, ist nicht versichert. Im Ernstfall steht hier die Haftpflichtversicherung der Eltern bereit - so sie eine haben.

 

Was kann man verdienen?

Das hängt immer vom Job und vom Alter ab. Wer befürchtet, dass er zu niedrig bezahlt wird, sollte beim Arbeitsamt nachfragen. Hier gibts die genauen Zahlen.

 

Steuern

Wer beim Ferienjob weniger als 400 Euro im Monat verdient, sollte sich eine Freistellungsbescheinigung vom Finanzamt besorgen. Dann zahlt der Chef den Lohn steuerfrei aus. Wer mehr verdient, sollte sich eine Lohnsteuerkarte bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung besorgen. Die legt man am ersten Arbeitstag vor und um alles weitere kümmert sich der Arbeitgeber. Wird Lohnsteuer abgezogen, kann man sich die mit einer Steuererklärung wiederholen.

 

Noch mehr Fakten

Thema Krankenversicherung:

Wer nur in den Ferien jobbt, zahlt grundsätzlich keine Sozialversicherung. Wie viel man dabei verdient und wie lange man arbeitet, spielt für die Krankenkasse keine Rolle.

 

Thema Laufende Jobs:

Wer nicht nur in den Ferien jobbt, sondern auch während der Schulzeit, muss ebenfalls keine Sozialabgaben zahlen. Aber nur, wenn man nicht länger als 15 Stunden pro Woche arbeitet und dabei nicht mehr als 400 Euro im Monat verdient. Ansonsten werden Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

 

Was Eltern wissen sollten

- Der Deutsche Kinderschutzbund rät Eltern, die Kinder nicht allein zu lassen, wenn es um den richtigen Ferienjob geht. Im Idealfall sollten die Eltern sich vorher mal in der entsprechenden Firma umsehen und -falls möglich- mit dem Chef sprechen.

- Ganz wichtig ist das Thema Geld: Eltern sollten darauf achten, dass Kinder ihr in den Ferien verdientes Geld nicht komplett für Konsumartikel ausgeben. Vielmehr sollte ein Teil für weitere Lebensschritte an- oder zurückgelegt werden. Das macht Ferienarbeit wertvoller, auch im ideellen Sinne - meinen Jugendschützer.

 

http://www.arbeitsagentur.de Auch hier werden Ferienjobs angeboten

www.ferienjob.de Ferienjobbörse und Infos

www.schuelerjobs.de Ferienjobbörse und Infos

 


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