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Was tun bei Notfaellen und Überdosen?

Scheue Dich nicht, den Notarzt zu rufen!

 

Er ist gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Wähle 112

 

Leuten, denen es sichtbar schlecht geht, sollte man sich grundsätzlich zur Verfügung stellen. Um einem Drogenkonsumenten aus einer körperlichen Krise wieder herauszuholen, kann der Schluck Wasser, das Handhalten, Streicheln, Zureden, eine gute Frischluftversorgung oder etwas warmer Tee manchmal schon genügen. Es trägt allemal zu seiner Stabilisierung bei und man kann dabei kaum etwas falsch machen.

 

Drogenbedingte Krisen lösen psychologisch oft Angst- und Einsamkeitsgefühle aus, die sich als Symptome wiederum gegenseitig verstärken! Zureden und das Herstellen von Körperkontakt können lebenswichtig sein, wenn es damit gelingt, diese negativen Gefühle zu überwinden.

 

Bei Speed-Überdosen sofort Zitronensaft bzw. vitaminreiche Säfte zu trinken geben.

 

Bei Kreislaufproblemen Beine hochlegen, Kopf zur Seite, Frischluft zuführen, Puls kontrollieren. Die Person niemals allein lassen.

 

Vorsicht bei Erbrechen! Einer Erstickungsgefahr kann durch die stabile Seitenlage vorgebeugt werden.

 

Bei Schock sofort hinlegen, Beine hoch und ruhig stellen. Wärmeversorgung sicherstellen (Decke, warme Getränke einflößen), Puls kontrollieren und sofort den Notarzt über Nummer 112 rufen.

 

Bei Bewußtlosigkeit immer den Notarzt rufen, den Bewußtlosen ansprechen und stabil lagern.

 

Bei Atemstillstand versuchen, die Person immer wieder anzusprechen. Künstlich beatmen (Mund zu Nase oder Mund zu Mund). Medikamentös kann eine Atemdepression vom Arzt mit einer Injektion Naloxon® behandelt werden.

 

Bei Herzstillstand (Bewußtlosigkeit, kein Puls, Schnappatmung) sollten sofort möglichst 2 Personen mit der Herzmassage und Atemspende beginnen und dies fortsetzen, bis der Notarzt kommt und die Herztätigkeit und Atmung wieder einsetzt.