Lebenshilfe für Jugendliche geht jetzt online

FRIEDRICHSHAFEN - Was kommt nach der Schule? Wie kann ich meine Freizeit verbringen? Was kann ich tun, wenn meine Freunde Drogen nehmen? Um Jugendlichen bei solchen und ähnlichen Fragen Antworten zu geben, gibt es die Jugendagentur Bodensee (JuSee). Seit 1. Juli ist die dazugehörige Internetseite online.
Von unserem Mitarbeiter Daniel Drescher
Klickt man sich auf die Seite www.jusee.info, sind die Angebote in vier verschiedene Themenbereiche aufgesplittet. Unter Beratung kann man sich von Schulproblemen, Drogen bis hin zu Sekten und Essstörungen mit verschiedenen Problemfeldern beschäftigen, die einem jungen Menschen begegnen. Daneben werden Menüpunkte zu Schule, Beruf, Liebe, Freizeit und Umwelt angeboten. Dort findet man viele nützliche Tipps, angefangen vom Flirten bis zur Gentechnik.
Sozialdezernent Wolfgang Wasel versteht die Homepage als Medium im wörtlichen Sinne. Sie sei ein virtuelles Mittel, das aber als Hilfe im Alltag dienen soll. Ziel des Arbeitskreises, der das Projekt JuSee auf die Beine gestellt hat, ist es, ein Bündelungsinstrument zu schaffen, das Jugendlichen zielführende Orientierung gibt.
Doch nicht nur Jugendliche können das Angebot nutzen. Auch Eltern, Lehrer, Trainer in Vereinen und so ziemlich jeder, der von den Themen in irgend einer Form betroffen ist, kann sich an JuSee wenden. Deswegen ist es mit Hilfe-Rubriken auf der Seite auch nicht getan. Zu jedem Thema sind betreffende Stellen verlinkt, bei denen zusätzliche Informationen oder direkte Hilfe in Anspruch genommen werden können. Über eine Suchfunktion werden außerdem zu jedem Thema Ansprechpartner genannt. Wer seine Postleitzahl eingibt, erhält dann ortsnah Kontaktadressen, an die er sich wenden kann. Diese Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Schulen, Wirtschaft, Arbeitsamt und Kommunen ist für das Projektteam wichtig, um dem Anspruch gerecht zu werden, das beste Jugendagenturangebot in Baden-Württemberg auf die Beine zu stellen. Stefan Hoher von der Graffiti Marketing GmbH, der die Erstellung der Internetseite geleitet hat, sieht diesen Anspruch als erfüllt an. Das Angebot sei umfangreich und werde künftig immer wieder erweitert. Auch der stellvertretende Leiter des Kreisjugendamtes, Werner Feiri, sieht die Jugendagentur Bodensee erst am Anfang. Das Internetangebot müsse laufend aktualisiert und um weitere Themenschwerpunkte ergänzt werden, sagte Feiri.
Bekannt gemacht werden soll die Seite durch Broschüren, Plakate und Aufkleber, die ab dem kommenden Schuljahr an den Schulen verteilt werden. Mit kurzen Sprüchen wie "Wer nichts weiß, muss alles glauben" soll breitenwirksam auf das Informationsangebot aufmerksam gemacht werden. An Schulen und in Jugendtreffs werden dann auch öffentliche Rechner stehen, an denen sich Jugendliche auf die Seite klicken können.
Für die Zukunft stehen Live-Chats mit Experten zu bestimmten Themen auf dem Plan. Auch Veranstaltungskalender und Diskussionsforen sind denkbar. Über eine bedienerfreundliche Software können die Seiten problemlos aktuell gehalten werden.

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|  Mit Plakaten wird an den Schulen für die neue Internetplattform der Jugendagentur Bodensee geworben. Von links: Sozialdezernent Wolfgang Wasel, Schulsozialarbeiterin Yvonne Rodenbrügger, Jugendbeauftragter Wolfgang Butschahn aus Markdorf, Jugendreferent Matthias Honer Überlingen, Armin Sehner vom Netzwerk Lernende Region, Geschäftsführer Stefan Hoher von Graffiti Marketing, Diana Scheer vom Christlichen Jugenddorfwerk und Jugendamtsleiter Werner Feiri. Foto: Daniel Drescher
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