Berufliche Schulen

Nach Abschluss der Haupt- und Realschule bietet das berufliche Schulwesen vielfältige Möglichkeiten für eine weitere Qualifizierung. Ziel der beruflichen Schulen ist es, die Schülerinnen und Schüler begleitend oder im Vorfeld zu einer Ausbildung für den Beruf fit zu machen.
- Berufsschule: Sie ist Teil der betrieblichen Ausbildung. Neben der Ausbildung im Betrieb besucht der Auszubildende ein bis zwei Tage in der Woche die Berufsschule. Diese kombinierte Form der Ausbildung in Schule und Beruf nennt man "duale Ausbildung".Der Unterricht orientiert sich in erster Linie an den berufstypischen Arbeitsabläufen, es werden aber auch Fächer wie Deutsch, Gemeinschaftskunde, Religion und Wirtschaftskompetenz gelehrt.
- Die Sonderberufsschule: Für junge Menschen mit Behinderung stehen besondere Ausbildungsgänge offen. Sie werden in der Sonderberufsschule innerhalb des dualen Systems durch gezielte Förderung unterstützt.
- Berufsfachschule: Berufsfachschulen vermitteln je nach Dauer eine berufliche Grundbildung, eine berufliche Vorbereitung oder einen Berufsabschluss. Darüber hinaus können sie zur Prüfung der Fachschulreife (mittlerer Bildungsabschluss) führen.
- Die einjähirge gewerbliche Berufsfachschule:Diese Schule vermittelt (hauptsächlich im Handwerk) die praktischen und theoretischen Inhalte des ersten Ausbildungsjahres. Aufnahmevoraussetzung ist in der Regel der Hauptschulabschluss. Nach Beendigung der Berufsfachschule kann der Schüler die Ausbildung im dualen System fortsetzen.
- Die zweijährige Berufsfachschule (Abschluss Fachschulreife): In dieser zweijährigen Vollzeitschule erhalten die Jugendlichen neben einer erweiterten Allgemeinbildung eine Grundausbildung im gewerblich-technischen, kaufmännischen und hauswirtschaftlich - pflegerischen Bereich.
- Die dreijährige Berufsfachschule: Die Berufsausbildung findet in einer Vollzeitschule statt. Hierzu gehören die Ausbildung zur Haus- und Familienpflege, Altenpflege, Kinderpflege, Goldschmied, Uhrmacher, sowie Feinmechanik und Elektrotechnik.
- Die Berufsoberschule: Zugangsvoraussetzung ist die Mittlere Reife. Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit der Versetzung in die Klasse 11 bzw. Eingangsklasse haben mit abgeschlossener Berufsausbildung oder gleichgestellter Berufserfahrung die Möglichkeit, über die Oberstufe der Berufsoberschule in zwei Jahren die fachgebundene oder – mit einer zweiten Fremdsprache – die allgemeine Hochschulreife zu erwerben und danach ein Studium zu beginnen. Absolventinnen und Absolventen des 9+3-Modells ist der Zugang über eine Aufnahmeprüfung eröffnet.
- Das Berufskolleg: Aufbauend auf einem mittleren Bildungsabschluss vermittelt das Berufskolleg eine berufliche Ausbildung und eine erweiterte allgemeine Bildung für Tätigkeiten, die von neuen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen besonders betroffen sind. Dabei ist der enge Theorie-Praxis-Bezug ein wesentliches Merkmal dieses Bildungsganges. Für die Aufnahme in das Berufskolleg sind neben dem mittleren Bildungsabschluss teilweise weitere Voraussetzungen (z.B. ein Praktikum) zu erfüllen. Interessenten, die die Mittlere Reife und eine mind. zweijährige Berufsausbildung besitzen, haben die Möglichkeit an einem einjährigen Berufskolleg die Fachhochschulreife zu erwerben.
- Fachschule: Facharbeiter/innen und Gesellen/Gesellinnen, die im Berufsleben stehen, können sich an Fachschulen auf das mittlere Management vorbereiten oder für die berufliche Selbstständigkeit qualifizieren. Aufbauend auf die jeweiligen Ausbildungsberufe werden die Qualifikationen erweitert und vertieft. Es gibt ein- und zweijährige Fachschulen. Viele der einjährigen Fachschulen (auch Meisterschulen) bereiten auf die Meisterprüfung vor, andere führen zu speziellen Qualifikationen. Zu den zweijährigen Fachschulen gehören die Fachschule für Technik, die Fachschule für Gestaltung, die Akademie für Betriebsmanagement im Handwerk und die Fachschule für Wirtschaft.
- Das berufliche Gymnasium: Das berufliche Gymnasium der dreijährigen Aufbauform führt über die Eingangsklasse, gefolgt von den Jahrgangsstufen ein und zwei, zur Hochschulreife. Es werden unterschiedliche Richtungen angeboten: Agrarwissenschaft, Biotechnologie, Ernährungswissenschaft, Soialpädagogig, Technische Richtung und Wirtschaftswissenschaftliche Richtung.
Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Kultusministeriums Baden-Württemberg.  |